Bundesliga ist Show. Das wollen Massen sehen. Und nur mit der Show lässt sich das Geld aus Werbeeinnahmen, TV-Lizenzen und wiederum Werbeeinnahmen, Eintrittsgeldern und Fanartikeln generieren. Show, über die die Medien berichten können. Neben ihre Werbeanzeigen. Schlagzeilen, wegen denen Tageszeitungen gekauft werden. Unterhaltung, über die man redet, und die unzählige Arbeitsplätze unterhält - sogar in beiden Sinnen.
Und Jens Lehmnann ist in dieser Form - sportlich und unsportlich - eine der grössten Attraktionen der Liga.
Was hört und kennt man als 5-jähriger zwischen München und Stuttgart wohnender Junge denn sonst vom VfB? Nichts. Nicht mal über eine Abstiegsgefahr redet irgendjemand. Weil es sie nicht wirklich gibt. Wahrscheinlich dreht sich in deren kleinen Welt fast alles nur um die Bayern. Und um Jens Lehmann. Und damit auch um den VfB.
Jens Lehmann. So bleibt der Club im Gespräch und wird bei den heranwachsenden Grundschülern bekannt. Die in 10 Jahren ihre erste Dauerkarte erwerben werden.
Jens Lehmann ist die beste Zukunftsinvestition des VfB Stuttgart. Und der beste Torwart. Glaubst Du wirklich, die spielten ohne ihn so deutlich besser, dass auch nur ein Tabellenplatz höher am Ende herausspringen würde? So ein Quatsch!
Jetzt haben die Medien die seltsame Aufgabe, reisserisch über den Skandal Lehmann zu berichten und Spekulationen zu nähren. Es dabei aber nicht so weit kommen zu lassen, dass er am Ende doch gehen muss. Denn damit raubten sie sich ihr eigenes Futter. Sie müssen am Ast sägen, auf dem sie sitzen, ohne zu fallen. Und sich dann schnell einen neuen Ast suchen, bis der alte wieder ausgeheilt ist.
Das ist doch mal ein spannender Job!

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