Traditions-Blog seit April 2000

Im WLAN-Cafe Inhalt abgleichen

Jetzt stell Dir mal vor, Du bist in einer großen fremden Stadt und hast eine pdf-/Latex-Datei dabei, die plötzlich doch noch einmal geändert werden muss. Und Du hast nur ein einfaches Windows-Notebook dabei, nur um die pdf-Datei anschauen zu können.

Mir ist das leider passiert. Was kann man tun?

erster Versuch

Meine erste Idee war, eine TexLive-CD, die zufällig in der Notebook-Tasche lag, zu installieren. Aber ehrlich, unter Windows ist das unbrauchbar. Man hat auf die schnelle keinen Lieblings-Editor, die Kommandozeile funktioniert nicht so wie unter Linux gewohnt und ich kenne auch nicht die Zeichenkodierung dieser Windows-XP-Installation (utf8?).

Linux Live

Nein, ich wollte schon ein richtiges gewohntes Linux haben mit Latex und Gedit oder Kile. Toll wäre z.B. eine Ubuntu-CD mit ihrem Live-Linux, aber woher nehmen? Keine der Computer-Zeitschriften, die ich im nächsten Kiosk fand, hatte eine passende beiliegende CD. Wie schade, ausgerechnet. Also musste ich mir doch ein Buch mit CD kaufen. Da ich nun das Geld schon mal ausgeben musste, hab ich mich für den aktuellen Kofler entschieden, den ich eh mal als Ersatz für meine ältere 6.te Auflage haben wollte. Und er bringt ja eine aktuelle Ubutu-DVD mit.

zu früh gefreut

Leider leider aber enthält die Ubuntu-DVD nicht alles, was ich brauchte. Latex, ok, kann man im Live-Modus ja nachinstallieren. Aber dennoch benötigte ich noch Pakete, die nicht auf der DVD waren. Jetzt braucht man einen Online-Zugang.

Starbucks Cafe

Mein erster Weg führte mich ins nächste Starbucks-Cafe. Dort gab es einen T-online WLAN-Spot. Den aber kann man nur als angemeldetes Mitglied nutzen oder vor Ort mit Kreditkarte zahlen. Bargeld oder EC-Karte werden nicht akzeptiert. Da ich als Kreditkarten-Gegner so eine Karte natürlich nicht besitze, saß ich noch immer auf dem trockenen.

Info-Seiten wie http://www.hotspot-locations.de oder http://www.cafespots.de konnte ich ja offline nicht befragen. Oder gibt es ein WAP-Portal, dass ich im Handy aufrufen könte? Jedenfalls nanne mir ein freundlicher Starbucks-Mitarbeiter ein alternatives Cafe in der Nähe, das kostenloses WLAN bereitstellt - das Miner's (http://www.minerscoffee.de). Vielen Dank an den Mann von Starbucks!

Installation mit VirtualBox

Jetzt ging endlich alles rasch, das WLAN im Miner's lief bei einer Tasse Tee sehr gut. Sicherheitshalber wollte ich nun aber ein komplettes Linux installieren, dass ich auch später ohne WLAN-Zugang noch nutzen konnte. Um das Windows-Notebook weitgehend unangetastet zu belasen, kann ich dazu den Emulator VirtualBox (http://www.virtualbox.org) empfehlen, der auch unter Windows leicht einzurichten ist. Darin konnte ich nun endlich mein Ubuntu installieren und alle benötigten Pakete und Programme downloaden.

Oder einfach einen Online Latex Editor verwenden

es gibt online latex editoren (www.verbosus.com oder www.monkeytex.com) die es erlauben online pdfs aus latex code zu erstellen und anzusehen.

Kriegt man die

Kriegt man die heruntergeladenen Pakete aus dem virtuellem System heraus? Wenn ja, wie?

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