Das Paket
dvdrip
liegt im Repository http://www.debian-multimedia.org/ und bietet eine grafische Oberfläche für Transcode. Anleitungen liegen auf http://www.selflinux.org/selflinux/html/dvd-rippen.html und http://www.linux-user.de/ausgabe/2002/04/052-dvdrip/dvdrip.html. Zum Rippen einer DVD gehe ich in der Reihenfolge der Reiter im Programmfenster so vor:
Speicherung
Einen Speicherort hat man nach dem ersten Start von dvdrip eingegeben. Nun erhält das neue Projekt einen eigenen Namen. Der Ordner dazu mit passenden Unterordnern wird im initial eingestellten Speicher-Ordner automatisch eingerichtet.
Dann gibt man die Videoquelle an und bleibt bei dem Vorschlag, die Daten auf der Festplatte zwischenzuspeichern.
Titel kopieren
Hier liest man nun die DVD ein. Es erscheint eine Liste mit Titeln auf der DVD. Der längste Titel entspricht meist dem Hauptfilm. Rechts kann man die Tonspur in passender Sprache wählen.
Unten gibt es einen Knopf, mit dem man die Auswahl sicherheitshalber einmal ansehen kann. Mit dem Knopf daneben kopiert man die Wahl auf die Festplatte.
Clip and Zoom
In diesen Feldern sind schon Voreinstellungen eingetragen. Wenn der Film auf die Festplatte kopiert wurde, kann man mit einem Knopf oben Vorschau-Frames holen. Es gibt dann drei Bilder:
- Nach dem ersten Zuschneiden. Die abgeschnitten Ränder beziehen sich auf das anamorphe DVD-Original.
- Nach der Skalierung. Hier wird z.B. aus einem DVD-Format 720x576 ein nicht mehr anamorphes avi-Anzeigeformat von vielleicht 768x432.
- Nach dem ersten Zuschneiden. Die abgeschnittenen Ränder beziehen sich hier auf das skalierte Ziel, die Zahlen für dasselbe Ergebnis wären nicht identisch mit denen vor Skalierung!
Ich setzte die Werte für das erste Zuschneiden auf 0. Dann trage ich unten das Zielformat für die avi-Datei ein, für einen 16:9-Film meist 768x432. Jetzt kann man oben mit diesen neuen Werten Frames holen und das vorläufige Ergebnis ansehen, ein Klick auf das Vorrschaubild zeigt die volle Größe. Auf dem drittem Bild zeichne ich nun die Schnittränder ein, um schwarze Balken zu entfernen. auch dabei müssen die Regeln für das endgültige Anzeigeformat beachtet werden. Ein erneutes Holen der Frames zeigt das endgültige Ergebnis.
Transcodieren
Als Container wähle ich avi, als Codec ffmped und mpeg4 (DivX-kompatibel). 2 Durchläufe führen zu besserer Qualität, aber zu deutlich längerer Rechenzeit. Einen Deinterlacer kann man bei Bedarf auswählen. Das ist wichtig, wenn es sich bei der DVD um einen eigenen TV-Mitschnitt handelt.
Als Zielgröße der Video-Datei gebe ich 1900MB ein, dann kann man den Film auf meiner Trekstor MovieStation abspielen.
Als Audio-Format wähle ich wenig überraschend mp3. Die deutsche Tonspur sollte schon eingestellt sein, da ja schon in einem vorherigen Reiter so ausgewählt. Der Knopf daneben zeigt, dass alle anderen Sprachen verworfen werden. Als Bitrate nimmt man 128 oder - falls dann die Videp-Bitrate nicht zu weit sinkt (Berechnung der V-Rate links unten im Fenster) - eventuell 192. Die Lautstärkenmaximierung und alle anderen Voreinstellungen belasse ich so.
Der Nice-Wert von 19 lässt dann gleich die Kodierung des Videos mit sehr niedriger Priorität starten, so dass man den PC nebenbei noch für andere Dinge nutzen kann. Ein Klick rechts unten auf Transcodieren startet den Rechenprozess. Nach dem Codier-Start kann man im Protokoll-Reiter unten sehen, wie die Transcode-Kommandozeile jetzt aussieht, um die Kommando-Optionen besser kennenzulernen.
Die fertige Datei liegt am Ende nach einigen Stunden in einem Unterordner avi im Projekt-Ordner.

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