Debian (http://www.debian.de/) ist eine Linux-Distribution, die nicht von einer Firma, sondern einer freiwilligen Gemeinschaft von Programmierern betreut wird. Jedes Jahr wird ein Projektleiter gewählt, der die Entwicklung koordiniert. Bei der Entwicklung von Debian kann jeder mitmachen, es gibt viele Aufgaben von Programmiererei bis hin zur Übersetzung von Programmen oder Dokumentationen.
Debian-Pakete werden ausführlich getestet. Es gibt vier Debian-Zweige: experimental, unstable, testing und stable.
- experimental
- Sehr große Änderungen am System werden erstmal im experimental-Zweig ausprobiert.
- unstable
- In diesem Zweig werden neue Programme oder Programmversionen ausführlich von Entwicklern und Freiwilligen getestet. Es gibt strenge Regeln, die von den Programmen dabei bestanden werden müssen.
- testing
- Nach bestandener Prüfung in unstable landen Programme im testing-Zweig. Diese Versionen funktionieren schon sehr gut und ein testing-System kann am Desktop zuhause genutzt werden. Es enthält recht aktuelle Programme und kann ständig aktualisiert werden, wenn neue Programmversionen für testing freigegeben werden. Das System kann somit ewig mitwachsen, ohne je neu installiert werden zu müssen. Allerdings können Programme in testing durchaus Fehler enthalten. Wer testing benutzt, sollte sich darüber im Klaren sein und sich nicht beschweren, sondern helfen die Fehler zu beseitigen. Manchmal fehlen auch Programme in testing, die wegen entdeckter Fehler gleich wieder in den unstable-Zweig zurückgestuft wurden. Zur Nutzung von testing ist eine Internet-Vebindung sehr sinnvoll, da fast täglich neue Updates erscheinen und über das Netz installiert werden können.
- stable
- Wenn im testing-Zweig alles funktioniert, wird eine neue stabile Version herausgegeben. Das passiert seltener als bei anderen großen Distributionen, manchmal erst nach Jahren. Dafür ist eine stable-Version von Debian wirklich extrem stabil und weitgehend fehlerfrei. Wegen der sehr langen Zeit bis zur nächsten stabilen Versionsfreigabe sind die Programme allerdings nach einiger Zeit teilweise veraltet. In die stabile Version fließen nur noch Fehlerkorrekturen, keine neuen Programme oder Programmversionen mehr.
- oldstable
- Der Vorgänger der aktuellen stable-Version. Wird noch eine Weile unterstützt.
- lenny
- Anderer Name für das aktuelle Debian oldstable.
- squeeze
- Anderer Name für das aktuelle Debian stable.
- wheezy
- Anderer Name für das aktuelle Debian testing.
- sid
- Dauerhafter Name für Debian unstable.

Artikel RSS


Inzwischen ist lenny=stable
Inzwischen ist lenny=stable
Danke für den Hinweis, hab's
Danke für den Hinweis, hab's aktualisiert. Selbst nutze ich übrigens tatsächlich immer noch lenny.
Kommentar hinzufügen