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Emulator Qemu

Eine gute Dokumentation liegt auf der Projekthomepage http://fabrice.bellard.free.fr/qemu/, andere Anleitungen auf http://www.ademsahin.de/qemu/qemu.htm und http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=141201
Paket:

qemu

Anlegen der virtuellen Festplatte vor der Installation:

qemu-img create -f raw /home/name/imagename.img 5000M
  • -f raw is das Standardformat, alternativ geht z.B. das zu VMware kompatible -f vmdk

Installation eines Gastsystems:

qemu -hda /home/name/imagename.img -cdrom /home/name/iso-datei.iso -boot d
  • -hda ist die virtuelle Festplatte
  • -cdrom ist das virtuelle CD-Laufwerk (für eine Iso-Datei, die noch auf der Festplatte liegt) bzw. die echte Gerätedatei mit einer Installations-CD (-cdrom /dev/gerätedatei-des-cd-laufwerks), die CD darf dabei nicht gemountet sein
  • -boot d bootet von d, also von der Installations-CD oder der Imagedatei

Booten des virtuellen Systems:

qemu -hda /home/name/imagename.img -cdrom /dev/geräredatei-des-cd-laufwerks -boot c
qemu /home/name/imagename.img
  • -boot c bootet von c, also von der virtuellen Festplatte
  • -cdrom erlaubt dem virtuellen System Zugriff auf eine CD oder ein Image, die CD darf dabei nicht gemountet sein
  • die zweite kurze Variante bootet einfach die virtuelle Festplatte

ACHTUNG beim ersten Test: wenn die Maus in das qemu-Fenster klickt, kann sie erst wieder auf den Debian-Desktop gezogen werden nach der Tastenkombination

Strg-Alt

Eingelegte CD's können im laufenden Qemu gewechselt werden. Dazu wechselt man mit

Strg-Alt-1
Strg-Alt-2

zwischen der Qemu-Emulation und dem Qemu-Terminal hin und her und gibt (z.B. für das CD-Laufwerk hda) ein:

eject cdrom
change cdrom /dev/hda

kqemu

kqemu ist ein Kernel-Modul und beschleunigt qemu.
Paket:

kqemu-modules-xx
  • xx muss genau der genutzten Kernel-Version entsprechen
  • alternativ kann man aus dem Paket kqemu-source mit module-assistant ein passendes Paket bauen:
    m-a auto-install kqemu-source
    

Das Modul

kqemu major=0

wird mit einem Parameter eingetragen, der beim nächsten Systemstart die Datei erzeugt:

/dev/kqemu

Beim normalen Start von qemu wird kqemu nun mitgestartet:

qemu /home/name/imagename.img

Bei Problemen kann das verhindert werden mit:

qemu -no-kqemu /home/name/imagename.img

Noch schneller wird qemu mit:

qemu -kernel-kqemu /home/name/imagename.img
  • Dies funktioniert nur mit Gastsystemen mit Linux-Kernel 2.4 und 2.6, Windows 2000 oder XP. Zur Installation eines Gastsystems soll die Option nicht genutzt werden.

mtools

Der Zugriff auf ein emuliertes Windows-System funktioniert mit den mtools.
Paket:

mtools

Dazu wird die Datei

/home/name/.mtoolsrc

angelegt mit

mtools_skip_check=1
drive c: file="/home/name/win98se.img" partition=1

Einige Beispielbefehle:

mdir "c:Dokumente und Einstellungen/ich/Eigene Dateien"
  • Zeigt den Inhalt des Verzeichnisses "c:Dokumente und Einstellungen/ich/Eigene Dateien"
mcopy /home/user/Datei.txt "c:Dokumente und Einstellungen/ich/Eigene Dateien/"
  • Kopiert die Datei Datei.txt in das angegebene Windows-Verzeichnis.
  • Der Kopiervorgang muß erfolgen, bevor die Windows-Emulation startet. Andernfalls erscheint die neue Datei nicht in den Windows-Fenstern und wird evtl. sogar wieder gelöscht.
mcopy "c:Dokumente und Einstellungen/ich/Eigene Dateien/Datei.txt" /home/user/
  • Kopiert die Datei Datei.txt aus der Windows-Emulation in das angegebene Linux-Verzeichnis.

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