Traditions-Blog seit April 2000

WLAN Inhalt abgleichen

Pakete:

wireless-tools
pcmciautils
  • pcmciautils wird nur für eine PCMCIA-Karte benötigt

WLAN-Karte

Die richtige Karte zu finden kann durchaus schwierig sein. Im Internet gibt es unzählige Berichte, aber selbst eine empfohlene Karte kann mal nicht funktionieren, wenn sie zwischenzeitlich mit einem neuen Chipsatz versehen wurde. Ich habe eine PCMCIA-Karte (für mein Notebook) und eine PCI-Karte (für den PC) von http://www.tuxhardware.de/ gewählt, die funktionieren. Sie nutzten für ihren Atheros-Chip die Madwifi-Treiber aus den Debian-Repositories. Sie haben aber den Nachteil, das die Treiber erst nachträglich im funktionierenden Debian-System installiert werden können, eine Debian-Netzinstallation über die WLAN-Verbindung mit einem Atheros-Chip ist also nicht möglich.

Atheros-Chip und Madwifi-Treiber

Diese Treiber-Installation wurde getestet mit der WLAN-PCMCIA-Karte ALL0282a und -PCI-Karte ALL0281a von Allnet mit dem Atheros-5212-Chip.
Bevor die PCMCIA-Karte eingesteckt wird, kann man

tail -f /var/log/messages
  • Kommando beenden mit Strg-c

starten. Das zeigt, ob die Karte erkannt wurde. Auch das Kommando

lspci

sollte die PCI- oder PCMCIA-Karte auflisten, eventuell zeigt es sogar den enthaltenen Chipsatz an. Im Internet findet man dann durch eine Suche nach der Karte oder dem Chipsatz mit den Schlüsselwörtern Linux / Treiber / wireless / WLAN den passenden Treiber und meist auch eine Installationanaleitung.
Für meine Karte wird der Madwifi-Treiber benötigt, der wird mit dem module-assistant gebaut:

m-a auto-install madwifi-source

Steckt man nun die PCMCIA-Karte ein oder startet den PC mit PCI-Karte neu, sollte sie in der Liste der WLAN-Geräte mit

iwconfig

aufgelistet sein. Dabei erfährt man auch den Namen des neuen Netzwerkinterfaces, z.B.

ath0

Das Kommando

lsmod | grep ath

sollte mehrere Module und Treiber auflisten, die die Atheros-Karte steuern.

WLAN testweise konfigurieren

Zum ersten Test wird nun im Router die WLAN-Verschlüsselung deaktiviert. Dann wird die Karte eingerichtet mit

iwconfig ath0 essid linux
  • ath0 wird ersetzt durch den Namen Deines Netzwerkinterfaces
  • linux wird ersetzt durch den Namen/ESSID Deines WLAN-Netzwerks, wie er im Router eingetragen ist

Das Kommando

iwconfig

sollten nun anzeigen:

ESSID
Die ID der Netzwerks wird im Router und dem angeschlossenen Rechner eingetragen. Mit ihr findet man sein WLAN-Netz unter all den Netzen, die man empfangen kann.
Mode
Managed für Betrieb am Access-Point oder Router.
Frequency
Die Frequenz des Kanals, auf dem der Router sendet.
Access Point
Die MAC-Adresse des Access-Points oder Routers.
Encryption key
Die Verschlüsselung des WLAN-Netzes

Falls es nicht funktioniert müssen weitere Angaben gemacht werden, z.B.:

iwconfig ath0 essid linux
iwconfig ath0 mode managed
iwconfig ath0 channel 6
iwconfig ath0 ap 00:43:A4:A5:F5:52
iwconfig ath0 enc off
  • Den richtigen Channel/Kanal findet man im Konfigurationsdialog des Routers. Angezeigt wird dann von iwconfig allerdings die zugehörige Frequenz, nicht die Kanal-Nummer
  • Die interne MAC-Adresse des Routers findet man auch in seinem Konfigurationsdialog. Vorsicht: Der Router hat zwei MAC-Adressen, eine für das interne Netzwerk und eine für die Verbindung zum Internet.
  • enc schaltet erst mal die Verschlüsselung aus. Auch im Router muss die Verschlüsselung deaktiviert sein.

WLAN permanent konfigurieren

Die Einrichtung und Aktivierung einer WLAN-Karte in

/etc/network/interfaces

funktioniert wie die einer Netzwerkkarte. Für Einträge und Kommandos wird statt eth0 der Name der WLAN-Karte verwendet (z.B. ath0). Es werden nur Zusätze zum WLAN-Netz ergänzt, z.B. für eine DHCP-Einrichtung mit:

auto ath0
iface ath0 inet dhcp
wireless-essid linux
wireless-key off
  • wireless-key off: schaltet die Verschlüsselung aus
  • ohne DHCP müssen weitere Angaben zum Netzwerk wie bei einer Netzwerkkarte ergänzt werden

Wenn es nicht funktioniert, müssen weitere Einträge hinzugefügt werden, z.B.:

wireless-mode managed
wireless-channel 6
wireless-ap 00:43:A4:A5:F5:52

Kommentar hinzufügen

  • Internet- und E-Mail-Adressen werden automatisch umgewandelt.
  • Zulässige HTML-Tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <h4> <blockquote> <pre> <p> <br> <img>
  • Zeilen und Absätze werden automatisch erzeugt.

Weitere Informationen über Formatierungsoptionen

Mit dem Absenden dieses Formulars, akzeptieren Sie die Datenschutzrichtlinie von Mollom.

Welche Linux-Distribution nutzt Du? -2011-