Traditions-Blog seit April 2000

NFS-Server Inhalt abgleichen

Ein NFS-Server kann beliebige Verzeichnisse im Netzwerk für andere Linux-Rechner freigeben.
Pakete:

nfs-kernel-server
nfs-common
  • nfs-kernel-server wird auf dem Rechner benötigt, der Dateien zur Verfügung stellt
  • Clients, die auf die Daten vom Server zugreifen, enötigen nur nfs-common

Server-Einstellung

Vom Server freigegebene Verzeichnisse werden auf dem Server eingetragen in

/etc/exports

Ein Eintrag lautet z.B.:

/home/user/Verzeichnis          192.168.5.7(rw,sync)
/home/user/Verzeichnis          notebook(rw,sync)
  • Das Verzeichnis /home/user/Verzeichnis auf dem Server wird freigegeben für den Rechner mit der IP-Adresse 192.168.5.7
  • alternativ kann man auch den Rechnernamen angeben (z.B. notebook), wenn er in /etc/hosts eingetragen ist
  • in Klammern hinter dem Client-Rechner stehen Optionen:
    • rw: Lese- und Schreibzugriff für den Client auf den freigegebenen Ordner
    • ro: nur Lesezugriff
    • sync: Veränderte Daten werden sofort auf die Festplatte des Servers geschrieben.
    • async: Veränderte Daten werden erst später auf die Festplatte des Servers geschrieben. Das beschleunigt das System, ist aber unsicherer und kann bei einem Verbindungsabbruch leichter zu Datenverlust führen.

Client-Einstellung

Die freigegebenen Verzeichnisse werden im Client in

/etc/fstab

eingetragen, z.B.:

192.168.5.7:/home/user/Verzeichnis     /home/user/nfs     nfs     user,noauto     0     0
server:/home/user/Verzeichnis     /home/user/nfs     nfs     user,noauto     0     0
  • als Dateisystem wird hier nfs angegeben
  • alternativ kann man auch den Rechnernamen angeben (z.B. server), wenn er in /etc/hosts eingetragen ist

Benutzer- und Gruppenrechte

Wenn die ID eines Benutzers oder einer Gruppe nicht auf Client und Server übereinstimmen, kommen die Rechte der übergebenen Dateien leider völlig durcheinander. Das kann man dann nur noch umgehen, wenn man eine zentrale Nutzerverwaltung aufbaut.

NFS

Allgemein sollt nur noch NFS-V4 verwendet werden. Leider wird für Debian (Squeeze) keine vernünftige Konfigurationshilfe bereitgestellt. Da wird wohl mehr Wert auf Samba gelegt. Gerade das (schnellere) Linux eigene NFS4 wird nur spärlich behandelt. Auch eine durchgehende man in deutsch fehlt noch, aber ich hoffe das wird noch.

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