Debian Linux für Normalanwender

Netzwerk testen Inhalt abgleichen

DHCP

Mit dem Kommando

dhclient eth0

oder nach einem Rechnerneustart werden benötigte Einstellungen der Netzwerkkarte vom DHCP-Server übernommen. Ohne DHCP-Konfiguration wurden die Einstellungen fest vorgegeben und müssen nicht mehr geholt werden.

allgemeine Befehle zur Konfiguration einer Netzwerkkarte

ifconfig
ifconfig eth0 up
ifconfig eth0 down
  • ifconfig zeigt die aktuelle Konfiguration der aktiven Netzwerkgeräte
  • up aktiviert die Netzwerkkarte eth0
  • down deaktiviert sie

Typische Ausgabe von ifconfig:

lo        Protokoll:Lokale Schleife
          inet Adresse:127.0.0.1  Maske:255.0.0.0
          inet6 Adresse: ::1/128 Gültigkeitsbereich:Maschine
          UP LOOPBACK RUNNING  MTU:16436  Metric:1
          RX packets:106 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
          TX packets:106 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
          Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:0
          RX bytes:8296 (8.1 KiB)  TX bytes:8296 (8.1 KiB)

eth0      Protokoll:Ethernet  Hardware Adresse 00:50:FC:A3:05:5F
          inet Adresse:192.168.3.4  Bcast:192.168.3.255  Maske:255.255.255.0
          inet6 Adresse: fe80::250:fcff:fea3:55f/64 Gültigkeitsbereich:Verbindung
          UP BROADCAST RUNNING MULTICAST  MTU:1492  Metric:1
          RX packets:4920 errors:0 dropped:0 overruns:0 frame:0
          TX packets:4493 errors:0 dropped:0 overruns:0 carrier:0
          Kollisionen:0 Sendewarteschlangenlänge:1000
          RX bytes:4844115 (4.6 MiB)  TX bytes:529573 (517.1 KiB)
          Interrupt:185 Basisadresse:0xd000
  • es werden nur aktivierte Netzwerkgeräte angezeigt
  • Die Einträge bei lo betreffen nur den lokalen Rechner, nicht das Netzwerk. Sie sollten nicht verändert werden.
  • Der vorhandene Eintrag eth0 zeigt, das die Netzwerkkarte eth0 aktiviert und eingerichtet wurde und gibt IP-Adresse (Adresse), Broadcast-Adresse (Bcast) und Netzmaske (Maske) an.

Verbindung zum Router

Das der Router und damit die Verbindung zum lokalen Netz und zum Internet erreicht werden kann, zeigt das Kommando (als root)

route -n
  • -n sorgt dafür, dass IP-Adressen statt Rechnernamen angezeigt werden

z.B. mit der Ausgabe

Kernel IP Routentabelle
Ziel            Router          Genmask         Flags Metric Ref    Use Iface
192.168.3.0     0.0.0.0         255.255.255.0   U     0      0        0 eth0
0.0.0.0         192.168.3.1     0.0.0.0         UG    0      0        0 eth0
  • In der ersten Zeile steht als Ziel die Adresse des eigenen Netzwerks 192.168.3.0 und seine Netzmaske 255.255.255.0, in dem alle Rechner des lokalen Netzes über die Netzwerkkarte eth0 angesprochen werden können.
  • In der untersten Zeile ist der Router 192.168.3.1 eingetragen, über den alle anderen Anfragen ins Internet weitergeleitet werden.

Netz-Test

Getestet wird die Netzwerkverbindung zu anderen Rechnern im lokalen Netz - z.B. zum Router 192.168.3.1 - nun mit

ping 192.168.3.1
  • hinter ping steht die IP-Adresse des Zielrechners
  • beendet wird das Kommando mit Strg-c

Ein erfolgreicher Kontakt sieht z.B. so aus:

PING 192.168.3.12 (192.168.3.12) 56(84) bytes of data.
64 bytes from 192.168.3.12: icmp_seq=1 ttl=64 time=5.82 ms
64 bytes from 192.168.3.12: icmp_seq=2 ttl=64 time=1.51 ms
64 bytes from 192.168.3.12: icmp_seq=3 ttl=64 time=0.345 ms

--- 192.168.3.12 ping statistics ---
3 packets transmitted, 3 received, 0% packet loss, time 2000ms
rtt min/avg/max/mdev = 0.345/2.560/5.821/2.354 ms

Sind die Nameserver korrekt eingerichtet, muss nun auch ein Ping ins Internet funktionieren an eine Seite, deren IP-Adresse man nicht kennt:

ping www.linux.org

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