Mit Transcode können Audio- und Video-Dateien mit neuen Codecs umkodiert und komprimiert werden. Das Programm steckt im Paket
transcode
- Repository http://www.debian-multimedia.org/ wird benötigt
Ausführliche Dokumentation erhält man auf der Webseite http://www.transcoding.org/. Zum Einstieg kann man mit dieser Kommandozeile arbeiten:
transcode -i original.mpg -o kopie.avi -y ffmpeg -F mpeg4 -w 2000 -b 128 -J normalize,smartyuv -Z 640x480 -Y 58,10,56,6 -R 1 transcode -i original.mpg -o kopie.avi -y ffmpeg -F mpeg4 -w 2000 -b 128 -J normalize,smartyuv -Z 640x480 -Y 58,10,56,6 -R 2 transcode -i /dev/hdb -o kopie.avi -y ffmpeg -F mpeg4 -w 2000 -b 128 -J normalize,smartyuv -Z 640x480 -Y 58,10,56,6 -R 1 transcode -i /dev/hdb -o kopie.avi -y ffmpeg -F mpeg4 -w 2000 -b 128 -J normalize,smartyuv -Z 640x480 -Y 58,10,56,6 -R 2
- -i gibt den Ursprungsfilm an. Kann ein Dateiname wie original.mpg sein oder ein Gerätename mit z.B. einer Video-DVD wie /dev/hdb
- -o gibt an, unter welchem Namen das Ergebnis gespeichert werden soll
- -y gibt einen Codec an, in diesem Beispiel die Codec-Familie ffmpeg.
- -F gibt den Codec der ffmpeg-Familie an, z.B. mpeg4 für DivX-kompatible Video-Dateien.
- -w ist die Video-Bitrate, mit der kodiert werden soll.
- -b ist die Audio-Bitrate, mit der kodiert werden soll. In der Grundeinstellung wird die Audio-Spur immer als mp3 kodiert.
- -J leitet ein kommagetrennte Filter-Liste ein, die in der eingegebenen Reihenfolge abgearbeitet wird. Z.B. gleicht normalize die Lautstärke der Tonspur auf ein Normalmass an, smartyuv ist ein einfacher Deinterlacer.
- -Z skaliert die Videoauflösung, z.B. auf 640*480 Pixel.
- -Y schneidet Ränder der Datei ab. Die Zahlenangaben entsprechen in der Reihenfolge den Pixeln oben, links, unten, rechts. -Y folgt immer nach dem Rezising mit -Z. Will man vor einer Größenänderung zuerst die Ränder abschneiden, muss man stattdessen -j nutzen, die folgenden Zahlenwerte der Ränder bleiben wie bei -Y. Das Anzeigeformat des Films muss man dabei genau beachten, sonst wird das Ergebnis verzerrt.
- -R gibt bei der Zwei-Pass-Kodierung die Nummer des Kodierdurchlaufs an.
weitere Funktionen
Transcode bringt noch weiter Funktionen mit, z.B.:
tcprobe -i Video.mpeg
- liefert Angaben zur Video-Datei, wie z.B. bisher verwendete Codecs, fps, Länge der Datei u.ä.
- Angaben zum Audiocodec: 0x50 bedeutet MP2, 0x55 MP3 und 0x2000 AC3
transcode -i Video.mpg -J detectclipping
- Der Aufruf sucht automatisch schrarze Ränder einer Video-Datei. Eine Ausgabe kann z.B. so aussehen:
[detectclipping#0] valid area: X: 9..712 Y: 57..519 -> -j 58,10,56,6
D.h. hier können mit -j 58,10,56,6 die schwarzen Balken entfernt werden: 58 Pixel oben, 10 Pixel links, 56 Pixel unten und 6 Pixel rechts.
transcode -i Video.mpg -J 32detect=verbose=1
- Gibt an, ob das Videomaterial interlaced ist. Eine Ausgabe kann z.B. so aussehen:
(0) frame [000086]: (1) = 2141 | (2) = 2161 | (3) = 10 | interlaced = yes
Alternativen
mencoder dvdrip acidrip
- Repository http://www.debian-multimedia.org/ wird benötigt
- Mencoder ist ein Kommandozeilenprogramm ähnlich wie Transcode
- Dvdrip ist eine graphische Oberfläche für transcode
Beispiele für die Benutzung von transcode und dvdrip liegen auf http://www.selflinux.org/selflinux/html/dvd-rippen.html.

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